Wir segeln als Familie nach Biševo, Vis, Korčula und Hvar
Dieser Urlaib führte meine Familie und mich mit einer Lagoon 42 von Marina Frapa Rogoznica über Biševo und Vis weiter nach Mrčara und Korčula. Danach segelten wir entlang Hvar bis zur Insel Šolta. Unsere letzte Nacht verbrachten wir in der ruhigen aber bienenreichen Bucht Tatinja bei einem tollem Essen und Vollmondabend.

19.10.–26.10.2024
Lagoon 42 – Eignerversion
4 Personen
188 Seemeilen (348 km)
Rogoznica – Biševo, Blaue Grotte – Rukavac – Mrčara – Korčula – Zaraće – Šolta, Uvala Tatinja – Rogoznica

Reisebericht
Familienzeit unter Segeln – und eine kleine Überraschung
Segeln ist eigentlich nicht die grosse Leidenschaft meiner Familie. Die Begeisterung dafür liegt eindeutig bei mir. Umso mehr freute es mich, dass sie diesmal alle mitgekommen sind. Nicht aus neu entdecktem Segelfieber, sondern aus Neugier. Sie wollte einfach mal erleben, was mich immer wieder aufs Meer zieht.Unser Törn begann mit einer Nachtfahrt nach Biševo eher ungewöhnlich. Während ich an Deck nach unbeleuchteten Fischerbooten Ausschau hielt, schlief meine Familie erstaunlich gut. Am nächsten Mittag holte uns dann ein Ausflugsboot direkt vom Katamaran ab und wir tauchten gemeinsam in die besondere Welt der Blauen Grotte ein.
Am Nachmittag segelten wir südlich um Vis herum und machten für die Nacht in Rukavac an einer Boje beim Restaurant Dalmatino fest. Dort liessen wir den Tag bei hervorragendem Essen ruhig ausklingen.
Schon nach kurzer Zeit merkte ich, was meiner Familie am Leben an Bord gefiel. Jeder Morgen begann an einem anderen Ort. Vor allem die Kinder verschliefen das „langweilige“ segeln und wachten meist erst am neuen Ort auf. Besonders das Baden wurde aber schnell zum festen Ritual. Einfach vom Boot ins klare Wasser springen – an den schönsten Orten, immer ganz allein und ohne Menschenmengen.
Auf Mrčara fanden wir genau diese Mischung aus Ruhe, Wasser und wilder Atmosphäre. Das saubere Wasser im Naturpark ist ideal zum Schnorcheln und für die Kinder waren die Sprünge vom Dach des Katamarans ein echter Spass.
Nach der wilden Natur rund um Lastovo zeigte uns dann Korčula die andere Seite Dalmatiens. Die enge Einfahrt zwischen den vielen Booten verlangte von mir viel Aufmerksamkeit. Nach dem Anlegen in der Marina verloren wir uns in den Gassen der alten Stadt. Die dicht gebauten Steinhäuser, Mauern und verwinkelten Strassen erzählen noch heute von der langen Geschichte des Ortes.
Natürlich bestand die Woche nicht nur aus Postkartenmomenten. Im Kanal zwischen Korčula und Pelješac wurde es voller auf dem Wasser. Vor Zaraće auf Hvar riss uns dann bei einer Wende unter hohen Wellen der Code Zero. Auch das gehört zum Segeln. Genauso wie lange Überfahrten oder Flaute mit Motor.
Trotzdem überwogen die schönen Momente. Meine Familie erlebte das Segeln am Ende überraschend positiv. Unsere letzte Station war die Insel Šolta. Dort ankerten wir in der Bucht Tatinja. Das Lonely Paradise machte seinem Namen zunächst alle Ehre. Die abgeschiedene Bucht war genau die richtige Kulisse für den letzten Abend. Nur die vielen Bienen im Restaurant hatten offenbar andere Pläne. Zwar versuchte man, sie mit Rauch zu vertreiben, doch wirklich entspannt wurde das Essen dadurch nicht mehr.
Später, zurück an Bord, wurde es still. Das Licht verschwand langsam über der Bucht und das Wasser lag ruhig unter uns. Plötzlich war all das Unperfekte völlig nebensächlich.
Auch nach diesem Urlaub teilt meine Familie meine Segelleidenschaft nicht. Das hatte ich auch nicht erwartet. Aber sie versteht sie nun ein wenig besser.
Impressionen
Die Bilder zeigen viele Stationen unseres Familientörns – die Nachtfahrt aus der Marina Frapa Rogoznica nach Biševo, die Blaue Grotte, Buchten auf Vis und Mrčara, die Altstadt von Korčula, die Küste von Hvar sowie den letzten Abend in Tatinja auf Šolta.




































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